Statements:
Dr. Ralf Ziskoven, „Allianz für Nordrhein"
„Ich wundere mich, dass es in den Medien jetzt zu einer Geisterdiskussion kommt. In den Medien wird so getan, dass alle Ärzte im Hausärtzeverband sind."
Bernd Kuß, Landesgeschäftsführer Barmer GEK
„Wir brauchen die KV. Anders aufgebaute Strukturen sind Parallelstrukturen.
Ich lehne politisch diktierte Selektivverträge ab."
Dr. Dirk Mecking, 1. Vorsitzender Hausarztverband Nordrhein
"Selektiv oder Kollektiv" wir können beides – aber ohne Hausärzte geht nichts."
Bernhard Brautmeier, Vorstandvorsitzender KVNO
„Die Zukunft liegt in der Regelversorgung!"
Dr. Heinrich Miks, Vors. Landesverband Praxisnetze Westfalen-Lippe
„Politik und Kassen halten uns hin – Hausarztverträge sparen den Kassen Geld!"
Heinz Frohn, Regionaldirektor AK Rheinland (Wilfried Jacobs)
„Selektivverträge können eine sinnvolle Ergänzung der Regelversorgung sein!"
Der Moderater bat die Teilnehmer zunächst darum Ihre Kernaussagen zu begründen und zu erläutern, woran sich dann sehr schnell eine außerordentlich lebhafte Diskussion innerhalb der Teilnehmer anschloß.
Aus den einzelnen Positionen war für die Zuhörer schnell erkennbar, dass jeder seine Interessen eng absteckt, diese bewahren will und für übergreifende Initiativen keine der Interessenvertretungen einen Impuls setzen will.
Dies führte dann im Dialog mit den Zuhörern zu einer teilweise sehr konfrontativen Diskussion, der Zuhörerkreis sehr geschlossen ein adäquates Honorar und einen schnellen und wirksamen Abbau der Bürokratie forderte. Dies trifft zum Beispiel beim Thema Praxisgebühr auch auf die Interessen der Kostenträger, von denn aber keiner die Möglichkeit sieht oder aufnehmen will, hier wirksam einen Vorstoß bei den politischen Entscheidern zu begründen.
Das Fazit der Diskussion hat unser Vorstandsmitglied, hat unser Vorstandsmitgleid Dr. H.P. Maus aus Zuhöesicht wie folgt zusammengefasst:
Wir brauchen keine neuen Verträge, weder Selektiv, noch Add On.
Wir brauchen ein solides Honorar für das RLV zuzüglich Zahlungen für besondere selbstfinanzierte Zusatzausbildungen und für besondere Krankheitsbilder.
Pauschalen alleine sind auch nicht das Wahre, zwar einfach aber Grundlage von weiterer Erpressung: wenn Du nicht..., dann .....
Auch bei den Hausarztverträgen ist die Gefahr da, wie ja schon erlebt bei DMP etc.
Alles Andere führt zu neuen Bürokratien, von denen wir jetzt schon mehr als genug haben und zu neuen Hamsterrädern, früher in die Leistungsmenge, jetzt in einen Aquirierungswahn.
Und das ist m.E. unethisch. Denn:
Was hat der Patient davon? Außer der möglichen Erlassung der PG für 3 Quartale/Jahr bei einigen Kassen Nichts. Die Praxisgebühr kann sowieso entfallen, wenn nur 28% noch zahlen. Damit ist auch das vielleicht zunächst unterstützens- werte Steuerungsinstrument längst hinfällig.
Was haben wir davon: ebenfalls Nichts, allenfalls eine weitere Bürokratie.
Qualität bringen wir heute schon, ausreichend Sprechstundenzeiten auch, tgl. erreichbar von 8 – 18 Uhr, Notdienstversorgung zu Dumpingpreisen, Einsparungen in Medikamenten und KH-Einweisungen machen wir seit Jahren. Geld dafür haben wir aber nicht gesehen. Eher werden bei Bedarf neue alte Argumente vorgetragen wie am Abend von Herrn Frohn der alte längst tot geglaubte ArbeitsunfähigkeitsZipfel.
Auch die Selektiv-Hausarztverträge sind Blendwerk: nur für einzelne Patienten wird das hohe Honorar requiriert, der Rest ist nicht viel mehr als das RLV. Und was ist dann bei Vertragsablauf nach 3 Jahren? Reduktion wie bei den DMP´s je nach Kassenlage und -Interesse? Daneben aber bis dahin Aushöhlung des KV-Systems mit noch geringeren RLV´s und höheren Beiträgen? Der Nichtvertragspatient wird dann für Centbeträge mitversorgt, das Gesamthonorar ist gleich wie jetzt, nur noch Bürokratie oben drauf. Und die Fürsten der HäVG haben ihr Zusatzauskommen und die Kassen die E-card durch die Hintertür.
Also: keine neuen Verträge, Bürokratien und Institutionen, keine weitere Dividierung der Ärzte, sondern angemessenes Geld für gute Leistung für alle Gruppen und das verhandelt durch eine starke KV.
Die KV als starker erfahrener Verhandlungspartner gegenüber den Krankenkassen.
Ärzteverbände als unabhängige starke Interessenvertreter gegenüber der Politik.
Dies spiegelt die Meinung des Vorstandes der GNV AG wieder und wird Basis der künftigen Aktivitäten sein.
Mit der VIEPatientenkarte sind Ihre Behandlungsdaten immer tagesaktuell.

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