Seit dem Jahr 2000 ist die so genannte Integrierte Versorgung (IV) im Rahmen der Gesundheitsreform fest verankert. Sie soll die Wege und Zeiträume zwischen stationärer und ambulanter Behandlung oder beim Übergang in Rehabilitationsmaßnahmen für Patienten vereinfachen.
Mediziner in Praxen und Krankenhäusern sollen nicht nur verstärkt miteinander, sondern auch mit nicht-ärztlichen Leistungserbringern, wie Apothekern, Krankengymnasten oder Psychologen kooperieren. Für die Krankenkassen ergeben sich beispielsweise Freiheiten in der Vertragsgestaltung mit den Akteuren im Gesundheitswesen.Dr. Johann Heinrich Arens (rechts), Vorsitzender des Gesundheitsnetzwerkes Viersen, freut sich über die Zusammenarbeit mit den im Rahmen von „CorBene" beteiligten Ärzten und Partner.
Das Gesundheitsnetz Viersen (GNV) wurde schon 1999 von 20 Ärzten gegründet und hat seitdem zahlreiche Leistungen umgesetzt. 61 Mitglieder hat das Gesundheitsnetz Viersen heute, das nach einer Studie der Universität Erlangen unter 90 Praxisnetzen Platz drei belegte. Mit dem Allgemeinen Krankenhaus Viersen und dem Krankenhaus Nettetal gehören zwei Krankenhäuser aus dem Kreis Viersen dem Netzwerk an. Die neueste Verzahnung widmet sich nun der Herzschwäche, der so genannten Herzinsuffizienz.
„CorBene" nennt sich die vertragliche Zusammenarbeit zwischen dem Gesundheitsnetz Viersen und den Betriebskrankenkassen, die ein regional-flächendeckendes Betreuungsprogramm im Westkreis Viersen realisiert. Das Ziel von „CorBene" ist, die Versorgung von Versicherten mit der Erkrankung Herzinsuffizienz zu verbessern und eine hohe medizinische Behandlungsqualität zu gewährleisten. Die enge Kooperation zwischen dem Hausarzt, den Kardiologen und den Krankenhäusern, sowie Reha-Einrichtungen ermöglicht dies nun auch im Westkreis. Erstmals ist dabei das Telemonitoring berücksichtigt. Dabei werden die Daten der Patienten automatisch zur Dokumentation und Auswertung an ein ständig erreichbares Service-Center, das rund um die Uhr mit Internisten und Kardiologen besetzt ist, gesendet. Die Werte werden den behandelnden Ärzten zeitnah zur Verfügung gestellt.
Gerade Patienten mit einer chronischen Herzinsuffizienz benötigen eine engmaschige Überwachung, um eine Verschlechterung des Krankheitsbildes frühzeitig zu erkennen und therapeutisch gegensteuern zu können. „Es war unser fester Wille, diese Verzahnung umzusetzen", erklärt Dr. Johann Heinrich Arens, Vorsitzender des Gesundheitsnetzwerkes Viersen.
Mit CorBene können die aus der Herzschwäche oft resultierenden Krankenhausaufenthalte für die Patienten deutlich reduziert werden. „Es ist doch schön, wenn ein Patient, der bisher fünf Mal im Jahr ins Krankenhaus musste, diese Aufenthalte vermindern kann", so Arens, der sich vor allem darüber freut, dass die beiden Krankenhäuser im IV-Vertrag dabei sind.
Mit der VIEPatientenkarte sind Ihre Behandlungsdaten immer tagesaktuell.

Aktivierte Praxen
Details für Patienten
Details für Praxen
Weitere Details

Highlights aus der GNV Mobil App
- Aktuelle Nachrichten
- Arzt und Praxissuche
- Direkter Notruf
- Öffnungszeiten der Notdienstpraxen
- Direktkontakt und Infos zum VIEP