Die VIEP-Card ist eine Schlüsselkarte (nur Schlüssel, keine Daten). Mittels dieses Schlüssels können bestimmte Daten Ihrer Patientenakte – wenn von Ihnen freigegeben – von allen angeschlossenen Mitgliedspraxen und Krankenhäusern eingesehen werden.
2. Was wird denn verschlüsselt ?
Mit der Nutzung erklären Sie sich einverstanden bestimmte Daten Ihrer Patientenakte (z.B. Diagnosen, Blutwerte, Medikamente, chronische Krankheiten, Impfstatus, sonstige Befunde) verschlüsselt z.B. zwischen dem Praxissystem Ihres Arztes und dem des Krankenhauses oder der Notdienstpraxis zu übertragen.
3. Kann dann jeder in diesen Praxen meine Datensehen ?
Nein, nur Sie und der behandelnde Arzt haben gemeinsam Zugriff auf den „Schlüssel" zu Ihrer Patientenakte. Nur Sie bewahren diese Karte auf. Ein Zugriff auf die Daten ist nur möglich, wenn Sie selbst jeweils den Zugriff freigeben. Dies geschieht durch die Übergabe der der VIEP-Card z.B. an den Arzt in der Notdienstpraxis. Erst dann können Ihre Daten übertragen und lesbar gemacht werden. Der Arzt, die Praxis oder das Krankenhaus gibt Ihnen anschließend die Karte zurück. Sie behalten jederzeit die volle Kontrolle über den Vorgang.
4. Wie aktuell sind meine Befunde z.B. in der Notdienstpraxis ?
Jede Praxis kann individuell einstellen, in welchem Zeitrhythmus die Daten aus dem Praxissystem des Arztes mit dem Server synchronisiert werden. Wenn Sie z.B. nachmittags in der Praxis waren und abends die Notdienstpraxis in Anspruch nehmen müssen, kann der Arzt sofort sehen, welche Befunde erhoben und ob Medikamente verschrieben wurden (Verordnungssicherheit).
5. Welchen Vorteil hat das für mich ?
Der Arzt kann eine sichere Entscheidung treffen, da Ihr Krankheitsverlauf erkennbar ist, so dass die begonnene Therapie fortgeführt werden kann. Doppeluntersuchungen sind nicht notwendig, da wesentliche Daten vorliegen. Einweisungen ins Krankenhaus wegen fehlender oder unsicherer Information werden vermieden. Zeitaufwändige Zusatzuntersuchungen entfallen. Labordaten sind ebenfalls online verfügbar.
Dies gilt im Übrigen auch beim Besuch eines Facharztes. Auch ihm liegen alle Informationen vor, so dass Wartezeiten oder Wiederholungsbesuche aufgrund fehlender Unterlagen vermieden werden.
6. Wie ist dies im Krankenhaus ?
Die Krankenhäuser in Viersen und Nettetal sind ebenfalls mit dem System verbunden. Auch hier kann die Behandlung durch Vorlage der Schlüsselkarte sofort erfolgen und optimiert werden. Bei der Entlassung wirkt die Karte umgekehrt. Das Krankenhaus kann den Entlassungsbericht elektronisch an Ihren Hausarzt senden. Diesem liegt dann der Entlassungsbefund der Krankenhausbehandlung vor, so dass er die weitere Behandlung hieran nahtlos anknüpfen kann.
7. Nehmen alle Praxen hieran teil ?
Noch nicht. Wir sind mit ersten Hausarztpraxen, den Notdienstpraxen und den Krankenhäusern in Dülken und Nettetal gestartet. Weitere Praxen des Gesundheitsnetzes sind schon angeschlossen und kommen jeden Monat hinzu. Eine aktuelle Liste der angeschlossenen Praxen finden Sie auf unsere Webseite www.gnv-ag.de.
8. Das ist doch sicherlich teuer ?
Nein. Die VIEP-Card kostet genau 1 € im Monat (12,00 € p.a.) und im ersten Jahr einmalig 5 €, zusätzlich für die Karte und Initialisierung Ihrer Daten.
9. Muss ich jedes Jahr eine neue Schlüsselkarte beantragen ?
Nein. Die Karte ist unbefristet gültig. Sie erteilen uns lediglich eine Einzugsermächtigung für die Kartengebühr. Ist das Betriebssystem der Karte beschädigt, tauschen wir diese kostenlos aus. Eine Ersatzkarte aufgrund äußerer, von Ihnen zu vertretender Beschädigung, kostet 12 € einschl. Zustellung.
10. Kann ich die Karte auch bar bezahlen ?
Nur bei der Erstausgabe können Sie den Preis (€ 17) direkt in bar beim Empfang der Schlüsselkarte bezahlen. Damit die Kosten für die Karte weiter günstig bleiben, kann die Folgegebühr zur Reduzierung des Verwaltungsaufwandes nur per Einzugsermächtigung bezahlt werden.
11. Was geschieht bei Verlust der Karte ?
Sie müssen keine Bedenken haben. Bei Information über den Verlust werden Ihre Schlüsseldaten gesperrt. Niemand kann Ihre Daten sehen oder entschlüsseln. Denn es ist zusätzlich noch der Schlüssel Ihres behandelnden Arztes, sowie Ihre Krankenversicherungskarte erforderlich. Ergänzend zur Karte melden Sie sich in der Praxis oder im Krankenhaus ja stets mit Ihrer Versichertenkarte an. Nur beide zusammen legitimieren Sie als berechtigten Nutzer.
Den Verlust der Karte melden Sie in Ihrer Hausarztpraxis. Diese löscht die alte Schlüsselkarte und stellt Ihnen eine neue Karte. Die Kosten betragen wie bei der Erstausgabe € 17.
12. Ist das die neue Gesundheitskarte oder eine Alternative ?
Nein. Die elektronische Gesundheitskarte enthält ja persönliche Daten (Krankenkasse, Versichertenummer, Geb. Datum, Name etc.). Die Schlüsselkarte beinhaltet keine persönlichen Daten. Auch keine Gesundheitsdaten oder sonstige persönlichen Merkmale. Dieses System grenzt sich eindeutig von der geplanten eGK (elektronische Gesundheitskarte ab), die im jetzigen Stadium und auf Jahre hinaus lediglich erweiterte Legitimationsdaten enthält und auch in einem späteren Stadium nicht geeignet ist eine Patientenakte abzubilden. Zudem verhindert das Konzept der eGK die aktuelle Fortschreibung der Daten bei Abwesenheit von der Praxis. Die nach Ihrem letzten Besuch eingehenden Laborwerte sind z.B. bei eGK nicht verfügbar. Im Übrigen ist immer noch nicht klar, ob die eGK kommt bzw. wann und mit welchen Funktionen.
13. Wie erhalte ich die Karte ?
Sprechen Sie Ihren Hausarzt oder das Praxispersonal an. Sollten diese noch nicht dem Kommunikationsverbund beigetreten sein informieren Sie bitte die GNV AG per
Telefon: 01801 112 100
E-Mail:
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damit wir Kontakt zu Ihrem Hausarzt aufnehmen können, um auch Ihnen die Vorteile zu ermöglichen.
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Mit der VIEPatientenkarte sind Ihre Behandlungsdaten immer tagesaktuell.